Moore schützen

Besuch Emsdettener Venn

03 . 05 . 2022

Gemeinsam mit Jan-Niclas Gesenhues, meinem Kollegen aus der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, habe ich das Emsdettener Venn in Nordrhein-Westfalen besucht. Das Emsdettener Venn ist der Rest eines intakten Hochmoores und steht seit mehr als einem halben Jahrhundert unter Naturschutz.

Dennoch ist auch das Emsdettener Venn gefährdet. Vor allem in den warmen Sommermonaten droht das Hochmoor zu fallen, weil aufgrund der landwirtschaftlichen Nutzung auf angrenzenden Äckern zu wenig Wasser im Moor bleibt.

Zu viele Moore in Deutschland sind in einem schlechten Zustand. Über 90 Prozent der Moore hierzulande sind entwässert. Sie wurden für eine land- oder forstwirtschaftliche Nutzung trocken gelegt. So können die Moore ihre wichtigen Funktionen als Hotspots der Biodiversität und Klimapuffer nicht erfüllen. Werden Moore entwässert, setzen sie erhebliche Mengen an Treibhausgasen frei.


Dabei sind intakte Moore wichtige Lebensräume für bedrohte Tiere und Pflanzen. Gleichzeitige sind sie unsere natürlichen Verbündeten im Kampf gegen die Klimakrise. Deshalb will die Bundesregierung Moore konsequent schützen und trockengelegte Moore wiedervernässen.

In den kommenden vier Jahren nimmt die Bundesregierung vier Milliarden Euro in die Hand, um Naturschutzprojekte zu fördern, die einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz, zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Vorsorge gegen die Folgen der Klimakrise leisten. Den Rahmen dafür schaffen wir mit einem Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz. Gemeinsam mit den vielen Aktiven vor Ort – Naturschutzverbänden, Landwirtschaft, Kommunalpolitik, Verwaltung – wollen wir das Aktionsprogramm zu einem großen Erfolg für den Schutz unserer Moore machen.