Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

"Gegen die Klimakrise gibt es keinen Impfstoff"

10 . 09 . 2021

Ob wir gesund oder krank sind, hängt nicht nur von unserer Lebensweise ab, sondern entscheidend auch vom Klima: Wir brauchen sauberes Wasser, gute Luft, erträgliche Temperaturen und gutes Essen. Gemeinsam mit Katrin Göring-Eckart zeigt Bettina Hoffmann konkrete Maßnahmen in diesen vier Handlungsfeldern auf.

Allein 2018 sind über 20.000 Menschen in Deutschland an Hitze gestorben. Auch Stürme, Dürren, Waldbrände oder Starkregen und Überschwemmungen gehören zu den unmittelbar zu erwartenden Folgen einer ungebremsten Klimakrise. Die vielen Verletzten, Toten und traumatisierten Menschen an Ahr und Erft lassen erahnen, welch grausame Wucht die Klimaerhitzung entfalten kann.

Ebenso sind indirekte Gesundheitsrisiken der Klimakrise zu erwarten. Allergien nehmen zu, Zecken und Mücken breiten sich aus und können bisher in Deutschland unbekannte Erreger einführen, Dürreperioden setzen die Wasserversorgung und die Tier- und Pflanzenwelt unter Stress – beides ist ein Risiko für unsere Versorgung mit guten Lebensmitteln.

Für viele Klimaschutzmaßnahmen gilt unmittelbar: Was der Erde guttut, ist auch gut für uns Menschen. Wir atmen sauberere Luft, je schneller wir Kohle durch Sonne und Wind und Dieselmotoren durch Elektroantriebe ersetzen. Wir können unser Essen klimafreundlich produzieren und so auch unsere Gesundheit schützen. Es ist Unfallprävention und ein Gewinn für unsere Fitness, wenn wir bessere Rad- und Fußwege bauen, Bus und Bahn stärken und weniger Autos in die Innenstädte lassen. Die Konzepte dafür sind da.

Für Deutschland heißt das: Die nächste Regierung muss eine Klimaregierung werden, mit der die Konzepte Wirklichkeit werden.

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