Urteil: Schlechte Luft macht krank

Bundesregierung muss weiterhin mehr für den Schutz der Gesundheit tun.

18 . 12 . 2020

In London ist die die neunjährige Ella in London an „Atemversagen" gestorben, seit dem sucht ihre Mutter nach dem wahren Auslöser. Ein Londoner Gericht hat nun bestätigt, dass Luftverschmutzung eine Todesursache war.

Dazu erklärt Bettina Hoffmann:

"Es ist eine große Errungenschaft, dass in der EU alle Menschen das Recht haben, saubere und gesunde Luft zu atmen. Jeder einzelne kann dieses Recht auch einklagen und juristisch durchsetzen, dass Kommunen und Länder mehr für den Schutz der Atemluft tun.

Die Bundesregierung schützt die Bevölkerung nicht ausreichend vor Luftverschmutzung. Maßstab für eine gute Luftqualität im Sinne des Vorsorgeprinzips müssen weltweit die Grenzwert-Empfehlungen der WHO sein. Dies gilt für Deutschland genauso wie für Großbritannien.

Auch in Deutschland sind wir noch weit davon entfernt, dass alle Menschen in allen Städten und Gemeinden saubere und gesunde Luft atmen können. Insbesondere bei Feinstaub werden die WHO-Empfehlungen überall in Deutschland gerissen.

Ein aktuelles Beispiel für eine zu nachlässige Haltung der Bundesregierung sind die Emissionen von Stickoxiden und Quecksilber aus Kohlekraftwerken. Hier hat die Bundesregierung kürzlich einen völlig unzureichenden Verordnungsentwurf vorgelegt, mit dem die Bevölkerung deutlich weniger vor Schadstoffen geschützt wird, als es der Stand der Filtertechnik zulässt."

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