Aktionswochen Allergien

Jetzt anmelden für drei Online-Diskussionen!

02 . 11 . 2020

Allergien haben den Rang einer Volkskrankheit erreicht: Etwa 30 Prozent der Bevölkerung leiden an Allergien wie allergischem Asthma, Lebensmittel- oder Pollenallergien. Millionen von Menschen sind deshalb nicht nur im Alltag eingeschränkt, sondern auch im Berufsleben. Allergien sind deshalb auch ein wirtschaftliches Problem. In Zukunft könnte das Risiko für Allergien noch zunehmen, etwa weil die Klimaerhitzung für längere Pollenflugzeiten sorgt.

Allergien sind kein Problem, das die Betroffenen alleine zu lösen haben. Wir brauchen eine Politik, die sich eine gute Lebensqualität von Allergiker*innen zum Ziel setzt und dafür die Rahmenbedingungen schafft. In drei Online-Veranstaltungen wird die grüne Bundestagsfraktion deshalb mit Expert*innen diskutieren, wie Prävention, Versorgung und Therapie von Allergiker*innen verbessert werden kann.

 

12.11.2020, 18.00-19.30 Uhr: Allergien und Arbeit: Farben, Metalle und Co.

Immer öfter erkranken Arbeitnehmer*innen zum Beispiel im Handwerksbereich oder in Pflegeberufen am chronischen Handekzem oder allergischem Asthma. Solche Kontaktallergien sind nicht heilbar und haben gravierende Auswirkungen: Die Erkrankten haben oft lebenslang mit den Symptomen zu kämpfen und müssen sich beruflich neu orientieren; die Arbeitgeber*innen verlieren eine Arbeitskraft. Wie kann die Allergieprävention am Arbeitsplatz verbessert werden? Welche Branchen sind besonders betroffen? Gemeinsam mit Expert*innen wollen wir erfolgreiche Beispiele für einen effektiven Arbeitsschutz vorstellen und über den gesetzlichen Regelungsbedarf diskutieren. Zur Anmeldung.

 

17.11.2020, 18.00-19.30 Uhr: Allergien und Lebensmittel: Wissen was drin ist

Nun liegen sie wieder in allen Supermärkten: Lebkuchen, Zimtsterne und Christstollen. Viele Menschen können davon nicht genug bekommen, andere müssen sich die süßen Köstlichkeiten verkneifen. Denn immer mehr Menschen leiden unter Lebensmittelallergien, die sich in Hautausschlag, Übelkeit oder sogar Atemnot bemerkbar machen können. Im Extremfall kann es sogar zum Kreislaufversagen kommen. Der schnelle Imbiss auf dem Weg, Essen in der Kantine oder im Restaurant: Für viele Lebensmittelallergiker*innen riskant oder undenkbar. Denn Untersuchungen zeigen: Mehr als die Hälfte aller untersuchten Restaurants kennzeichnen allergene Inhaltsstoffe nicht ausreichend.

Wir wollen mit den geladenen Expert*innen darüber sprechen, wie die Kennzeichnungsregelungen aktuell in Handel, Gastronomie und Lebensmittelindustrie umgesetzt werden, wo die Schwierigkeiten liegen und welche Verbesserungen nötig sind, um einen ausreichenden Schutz für Allergiker*innen im Alltag zu bieten. Außerdem diskutieren wir, wie Vorsorge und Behandlung von Lebensmittelallergien verbessert werden können. Zur Anmeldung.

 

18.11.2020, 18.00-19.30 Uhr: Allergien und Klimakrise: Wenn die Pollen das ganze Jahr fliegen

Für Pollenallergiker*innen beginnt die Zeit der schniefenden Nasen eigentlich im Frühjahr. Durch die Klimaerhitzung blühen viele Pflanzen immer früher, wodurch die Belastung der Betroffenen wächst. Auch Schadstoffe in der Luft, etwa durch Verkehr, können die Symptome für Heuschnupfen-Geplagte verschärfen.

Wie sind die Zusammenhänge zwischen Klima, Luftschadstoffen und Allergien und welche Maßnahmen zum besseren Schutz der Allergiker*innen und Asthmatiker*innen sind notwendig? Darüber wollen wir mit den geladenen Expert*innen diskutieren. Außerdem wollen wir den Blick darauf richten, wo Lücken in der medizinischen Versorgung von Allergiker*innen bestehen und wie Allergieprävention generell verbessert werden kann. Zur Anmeldung.