Allergien und Corona

Aktuell treffen Ausbreitung des Coronavirus und Pollenblüte zusammen

25 . 03 . 2020

Allergische Erkrankungen gehören in Deutschland zu den häufigsten und dennoch unterschätzten Krankheiten überhaupt. Damit verbunden sind ein hoher Leidensdruck für die Betroffenen und Familien sowie hohe gesellschaftliche Kosten, die durch diese Erkrankungen hervorgerufen werden.

Allergien haben den Rang einer Volkskrankheit erreicht. Der Anteil der Bevölkerung in Deutschland, welcher von mindestens einer Allergie betroffen ist, wird auf rund 20 bis 30 Prozent beziffert.

Über die letzten Jahrzehnte haben Allergien in der Bevölkerung deutlich zugenommen. Umweltfaktoren wie die Klimaerhitzung tragen durch eine Ausweitung der Pollenflugzeiten und durch die Verbreitung allergener Arten zur Zunahme von allergischen Erkrankungen bei.

Aus diesem Grund verdienen Allergieerkrankungen mehr Aufmerksamkeit in der Gesundheitspolitik.

Aktuell fällt die Ausbreitung des Corona-Virus zusammen mit der Pollenblüte. Bereits seit Beginn des Jahres leiden Allergikerinnen und -allergiker unter den Pollen der sogenannten Frühblüher Hasel, Erle, Esche, Pappel, Weide und aktuell auch auf Birke oder Zypressengewächse. Das frühlinghafte Wetter sorgt für steigende Konzentrationen von Blütenstaub, der vom Wind übertragen wird.

Die Symptome reichen von tränenden Augen, Niesattacken, Hustenreiz bis zu asthmatischen Beschwerden. Für Menschen, die sich unsicher sind, ob sie an Symptomen einer Allergie leiden oder sich möglicherweise mit dem Corona-Virus infiziert haben, hat das Allergiezentrum Wiesbaden eine Gegenüberstellung der typischen Symptome für eine erste Orientierung veröffentlicht.

Viele Pollenallergikerinnen und -allergiker befürchten, dass ihre allergische Erkrankung wie allergische Rhinitis oder Asthma Bronchiale mit einem erhöhten Risiko einhergeht, am Corona-Virus zu erkranken. Zu dieser Frage hat Prof. Karl-Christian Bergmann von der Stiftung Polleninformationsdienst Stellung bezogen.

In jedem Fall sollten alle Menschen die bekannten Vorsichtsmaßnahmen gegen Corona-Erkrankung beachten: häufiges Händewaschen, Reduktion der zwischenmenschlichen Kontakte und Quarantänemaßnahmen beim Verdacht auf Infektion.

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