Lancet-Report: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Die derzeitigen Maßnahmen der Bundesregierung reichen nicht aus, um künftige Gesundheitsschäden durch die Klimakrise zu vermeiden.

14 . 11 . 2019

Zur heutigen Berichterstattung über den Lancet-Countdown zu Gesundheit und Klimawandel erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltgesundheit:

Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Zum heute vorgestellten Bericht des internationalen Klimaforschungsprojektes „The Lancet Countdown" zu Gesundheit und Klimawandel erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltgesundheit:

Der Bericht macht deutlich: Klimaschutz ist Gesundheitsschutz. Beim Schutz von Klima und Gesundheit gibt es sehr viele Win-Win-Situationen. Autos mit E-Antrieb stoßen keine schädlichen Diesel-Abgase aus. Mehr Rad- und Fußverkehr sorgt für mehr Bewegung. Der Ausstieg aus der Kohlekraft sorgt für saubere Atemluft.

Dass der Lancet Report heute prominent von Vertreterinnen und Vertretern der Bundesärztekammer vorgestellt wird, ist eine deutliche Botschaft an die Bundesregierung, dass die Bewegung für einen entschiedenen Klimaschutz immer breiter wird. Der Lancet-Report ist ein klarer Appell an die Bundesregierung, alles zu tun, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten. Die derzeitigen Maßnahmen der Bundesregierung reichen weitem nicht aus, um künftige Gesundheitsschäden durch die Klimakrise zu vermeiden. Wir brauchen einen sofort wirksamen CO2-Preis, den Ausstieg aus der Kohlekraft und eine Verkehrswende.

Die Autoren des Lancet-Reports sprechen eine deutliche Warnung aus: Für die Gesundheit unserer Kinder wird es einen riesigen Unterschied machen, ob sie in einer Welt aufwachsen, in der das Paris-Abkommen eingehalten wird oder nicht. Zunehmende Hitzewellen und Dürren sowie die Ausbreitung von Krankheitserregern gehören zu den wahrscheinlichen Gesundheitsgefahren einer ungebremsten Klimaerhitzung. Die Bundesregierung muss diese Warnungen endlich ernst nehmen.