Wie weiter mit dem Elektroschrott?

Bericht vom Stakeholdertreffen

12 . 09 . 2019

Elektro- und Elektronikgeräte sind aus unserem Alltag kaum noch weg zu denken – ob Tablet, Smartphone oder Fernseher. Allein 2017 kamen in Deutschland rund 2,1 Millionen Tonnen Elektrogeräte auf den Markt. Das sind rund 30 Prozent mehr als noch 2007. Durch Trends wie die Digitalisierung oder die E-Mobilität wird die Zahl der elektronischen Geräte weiter zunehmen.

Hier bieten sich ökologische Chancen, es stellt sich aber auch die Frage: Wie können wir den Ressourcenverbrauch klein halten, Elektrogeräte lange nutzen und alte Geräte lange in Kreisläufen führen?

Gemeinsam mit Tabea Rößner habe ich ein Stakeholdertreffen organisiert, um Lösungsansätze und Forderungen zu erarbeiten, wie aus Sicht von Umweltschutz, Verbraucherschutz, Netzpolitik Elektrogeräte sinnvoll in eine Kreislaufwirtschaft integriert werden können. Teilgenommen haben unter anderem Vertreter*innen von Germanwatch, der Deutschen Umwelthilfe, dem Öko-Institut, dem Runden Tisch Reparatur sowie der Free Software Foundation Europe und lastingware.com.

Auf dem Stakeholdertreffen haben wir Fragen von Abfallvermeidung und Produktdesign, Wiederverwendung und Reparatur, lückenloser Sammlung und hochwertigem Recycling erörtert. Dabei kamen unter anderem folgende Fragen zur Sprache: Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen sind notwendig, um eine weitere Verbreitung von modularer Hardware zu unterstützen? Welche gesetzlichen Rahmenbedingungen und Anreize sind notwendig, um Geräte-Reparaturen zu fördern und die Weiternutzung von defekten Elektro- und Elektronikgeräten zu ermöglichen? Kann 3D-Druck einen sinnvollen Beitrag für eine Bewegung hin zu mehr Reparaturen sein? Inwieweit kann ein Gerätepfand sinnvoll sein, um die Sammlung von Altgeräten zu verbessern?

Wir werden die Ergebnisse nun auswerten und daraus Parlamentarische Initiativen erarbeiten.