Mehrweg: Hilferuf der Privatbrauereien

Umweltministerin muss jetzt Mehrweg-Gipfel einberufen

27 . 08 . 2019

 

Der Bundesverband privater Brauereien fordert eine deutschlandweit einheitliche Pfanderhöhung für leere Bierkisten auf mindestens 5 Euro, meldet die dpa. Derzeit liegt das Pfand für leere Bierkisten in der Regel bei 1,50 Euro. Der Verband fürchtet, dass das deutsche Pfandsystem zersplittern werde, wenn es bis Ende des Jahres keine bundesweite Einigung gebe. Der Hintergrund der Diskussion: Für das Geld lohne es sich für Viele nicht, die Kisten wieder an die Brauereien zurückzugeben.

Dazu erklärt Bettina Hoffmann:

„Es ist ein umweltpolitisches Desaster, dass die Mehrwegquote im Sinkflug ist und Jahr für Jahr ein neues Rekordtief erreicht. Die Forderung der Privatbrauereien ist ein Hilfeschrei, den die Bundesregierung sehr ernst nehmen muss.

Ich fordere die Umweltministerin auf, jetzt einen Mehrweg-Gipfel einzuberufen, um zusammen mit der Mehrweg-Branche Lösungen zur Rettung des Mehrwegsystems in ganz Deutschland zu entwickeln.

Solange die gesetzliche Mehrwegquote keine zeitliche Zielvorgabe für die Erreichung der Quote oder Sanktionsmöglichkeiten bei Nichterreichung umfasst, hat die Mehrwegquote einen rein symbolischen Wert. Wir Grüne fordern: Vier von fünf Getränkeverpackungen müssen im Jahr 2025 wieder Mehrwegflaschen sein.

In das Rettungspaket für die Mehrwegflasche gehören außerdem die Förderung von einheitlichen Mehrweg-Poolflaschen und eine Abgabe auf umweltschädliche Einwegverpackungen."

Auch die Zeitungen der FUNKE-Mediengruppe berichten über dieses Thema.