Artensterben stoppen!

Der massive Schwund der Artenvielfalt ist die zweite große Bedrohung unserer natürlichen Lebensgrundlagen

05 . 06 . 2019

Zum heutigen Internationalen Tag der Umwelt, der unter dem diesjährigen Motto "Insekten schützen - Vielfalt bewahren!" steht, erklären Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik und Steffi Lemke, Sprecherin für Naturschutzpolitik:

Der massive Schwund der Artenvielfalt ist neben der Klimakrise die zweite große Bedrohung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Wir erleben ein sechstes Massenaussterben, diesmal rasend schnell und vom Menschen gemacht. Wir brauchen ein Nothilfeprogramm, damit wir den Verlust an Artenvielfalt endlich stoppen.

Dazu gehört es, die EU-Agrarpolitik so zu reformieren, dass die öffentlich finanzierten Gelder an den Natur- und Artenschutz gekoppelt sind und die subventionierte Naturzerstörung ein Ende hat. Solange die Bundesregierung die EU-Agrarpolitik nicht grundlegend reformiert und Naturschutz nicht besser finanziert, geht das Insektensterben weiter.

Der Zustand der biologischen Vielfalt hat sich in Deutschland seit Regierungsantritt von Union und SPD rapide weiter verschlechtert. Es wurde keine einzige der notwendigen wichtigen Maßnahmen zum grundsätzlichen Stopp des Artensterbens angepackt. Die vielen Stimmen aus der Wissenschaft für den Schutz der Insekten erreichen zwar das Umweltressort, prallen jedoch am Landwirtschaftsministerium ab. Das ist unverantwortlich.