Unser Planet braucht deutlich strengere Regeln für Export von Plastikabfällen

Staaten wie Malaysia dürfen nicht zur Deponie für unseren Kunststoffmüll werden

09 . 05 . 2019

Fast alle Länder der Erde haben sich auf einen transparenteren Umgang mit dem An- und Verkauf von schwer zu recycelndem Plastikmüll geeinigt. Auf eine mündliche Frage von Bettina Hoffmann hatte sich die Bundesregierung bereits optimistisch gezeigt, dass so eine Einigung zu Stande kommen würde.

Dazu erklärt Bettina Hoffmann:

"Staaten wie Malaysia dürfen nicht zur Deponie für unseren Kunststoffmüll werden. Es ist gut, dass auch die Bundesregierung dieses Problem inzwischen erkannt hat und gemeinsam mit einer breiten Mehrheit der Vertragsstaaten ein Exportverbot für gemischte und gefährliche Kunststoffabfälle unterstützt.

Die jetzt verhandelte Änderung am Basler Abkommen kann jedoch nur ein erster Schritt sein, um die Verschmutzung der Meere mit Plastik einzudämmen. Notwendig ist ein generelles Exportverbot für Plastikabfälle in Länder, in denen die Recycling-Infrastruktur schlechter ist als in Deutschland.

Damit unser Planet nicht an Plastik erstickt, braucht es weiterhin ein internationales Plastikabkommen. In einem solchen Abkommen muss sich die Weltgemeinschaft dazu verpflichten, den Eintrag von Plastik und Mikroplastik in die Umwelt und insbesondere die Meere bis zum Jahr 2030 zu stoppen. Dieses globale Ziel sollte durch verbindliche, nationale Zielvereinbarungen und länderspezifische Maßnahmenpläne untermauert sein. Das nimmt alle Staaten in die Pflicht, ihren Beitrag zum Schutz der Meere und zur Reduzierung des Plastikmülls zu leisten und schafft eine Basis für eine internationale Kooperationen zwischen den Staaten."

Zu diesem Theme berichtete auch die Nachrichtenagentur afp.