Verbot von Einweg-Plastik: Kann nur ein Anfang gewesen sein

Es bleibt viel Spielraum für die Bundesregierung, beim Kampf gegen Plastikmüll ehrgeizig voranzugehen.

27 . 03 . 2019

zur heutigen im EU-Parlament stattfinden Abstimmung zur Einweg-Plastikrichtlinie erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

"Es ist gut, dass die EU einen ersten Schritt getan hat, um von überflüssigen Einwegplastikprodukten wegzukommen. Dies kann aber nur ein erster Anfang gewesen sein. Viele Plastikprodukte werden von der neuen Richtlinie nicht erfasst.

Es bleibt viel Spielraum für die Bundesregierung, beim Kampf gegen Plastikmüll ehrgeizig voranzugehen.

Die Bundesregierung war in Brüssel weder Ideengeberin noch Vorkämpferin beim Kampf gegen Plastikmüll. Das muss sich ändern.

Deutschland ist weiterhin EU-Schlusslicht beim Vermeiden von Verpackungsmüll. Deshalb muss die Bundesregierung jetzt konkrete Maßnahmen auf dem Weg bringen, um den Berg an deutschem Plastik-Müll zu reduzieren.

Wir brauchen ein gesetzlich verankertes Ziel, unsere Rekordmengen von Verpackungsmüll bis 2030 zu halbieren. Eine verbindliche Abgabe auf Wegwerfprodukte wie Coffee-To-Go-Becher und weitere Essenverpackungen hilft, um überflüssigen Verpackungsmüll zu vermeiden."