Feinstaubquelle Landwirtschaft

Bundesregierung muss für Reduzierung der Ammoniak-Emissionen sorgen

17 . 01 . 2019

zur Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie, wonach die Landwirtschaft einer der Hauptverursacher für Feinstaubemissionen ist, erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

"Das Max-Planck-Institut liefert wertvolle neue Erkenntnisse, die den Gesundheitsschutz in Deutschland bedeutend verbessern können.

Die Studie führt uns klar vor Augen, dass die Ammoniak-Emission aus der Tierhaltung zu einem bedeutenden Teil zur Feinstaubbelastung beitragen.

Weil Feinstaub die Ursache für Herzkreislauf- und Atemwegserkrankungen ist und Krebs verursachen kann, muss die Bundesregierung deutlich mehr Maßnahmen ergreifen, um die Ammoniakemissionen in der Landwirtschaft zu reduzieren.

Seit 2010 beträgt die in Deutschland verbindlich einzuhaltende Höchstmenge für Ammoniak 550 Kilotonnen pro Jahr. Dieser Wert wird seit dem permanent überschritten, in den vergangenen Jahren mit steigender Tendenz.

Ein Ende der Massentierhaltung ist der wichtigste Hebel, um die Reduktion schädlicher Emissionen aus der Landwirtschaft zu beenden. Die Tierbestände müssen vor allem in Regionen mit hoher Viehdichte reduziert werden.

Wir brauchen Vorgaben für die Abluftreinigung in der Tierhaltung. Die Bundesregierung hatte eine bundesweite Filterpflicht schon vor Jahren angekündigt. Die Bummelei bei der Neufassung der TA-Luft muss dringend ein Ende haben."

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