Bundesregierung muss Strategie gegen Mikroplastik entwickeln

330 000 Tonnen Mikroplastik pro Jahr gelangen in die Umwelt

04 . 09 . 2018

Zu aktuellen Zahlen, demnach 330 000 Tonnen Mikroplastik pro Jahr in die Umwelt gelangen, erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

Die zunehmende Belastung der Natur mit Mikroplastik ist alarmierend. Mikroplastik wurde schon in Salz, Bier und Mineralwasser nachgewiesen. Welche giftigen Plastikzusätze wir durch Mikroplastik zu uns nehmen, weiß bisher niemand genau.

Im Sinne des Vorsorgeprinzips muss die Bundesregierung jetzt handeln und eine Strategie gegen Mikroplastik entwickeln.

Wir fordern, dass die Bundesregierung endlich dem Beispiel Schwedens folgt, und Mikroplastik in Kosmetika und Körperpflegeprodukten verbietet. Außerdem muss die gängige Praxis beendet werden, dass abgelaufene Lebensmittel mit ihren Verpackungen geschreddert und dann über Biogasanlagen oder Faultürmen von Kläranlagen auf den Böden und in Gewässern landen.

Dazu fordern wir die Bundesregierung auf, endlich mit der Industrie in einen ernsthaften Dialog zu treten, um den Eintrag von Mikroplastik aus weiteren Quellen zu stoppen. Dabei muss es auch um Themen wie härtere Anforderungen und Kontrollen von Autoreifen oder Mikroplastikfilter in Waschmaschinen gehen.

Hintergrund: Hier kann der ausführliche GRÜNE Aktionsplan gegen Plastikmüll heruntergeladen werden.