Gewässer jetzt schützen

Von der neuen Bundesregierung braucht es mehr Raum für Flüsse statt leerer Versprechen.

16 . 05 . 2018


Zum vom BUND veröffentlichten Gewässerreport und Start ihrer Kampagne "Rette unser Wasser" erklärt Bettina Hoffmann, umweltpolitische Sprecherin:

Studie um Studie zeigt, unseren Flüssen und Seen geht es schlecht, dabei ist Wasser die Quelle des Lebens und Flüsse sind die Lebensadern unserer Landschaft.

Dieser Report zeigt das Ausmaß der Probleme deutlich auf: Unsere Flüsse leiden unter der Vergüllung und Ackergiften aus der Landwirtschaft, sie leiden an Um- und Ausbauten. Frei fließende Flüsse in Deutschland sind eine große Seltenheit geworden.

Dabei steht ihre Bedeutung außer Frage: Flüsse und Seen sind Schwerpunkt des Artenreichtums, übernehmen wichtige Aufgaben für Hochwasserschutz und Wasserqualität und haben hohe Bedeutung für Erholung und Tourismus.

Deutschland hat sich verpflichtet, allerspätestens bis 2027 einen guten ökologischen Zustand für unsere Gewässer zu erreichen. Von der neuen Bundesregierung braucht es mehr Raum für Flüsse statt leerer Versprechen. Dafür braucht es endlich konkrete Schritte, wie eine Abkehr von der industriellen Landwirtschaft, die zu viel Gift und Dünger einsetzt und mehr Raum für natürliche Ufer und Auenwälder. Bund und Länder dürfen den Schutz des Wassers auf EU-Ebene nicht auf den Sankt Nimmerleinstag verschieben.