Stickoxide lösen offenbar schwere Erkrankungen aus

Studie des Umweltbundesamts steht kurz vor Veröffentlichung

22 . 01 . 2018

Zum verschobenen Urteil zu Diesel-Fahrverboten und der gestern publik gewordenen UBA-Studie zu tausenden vorzeitigen Todesfällen durch Stickoxide erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik der Bundestagsfraktion von BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN:

"Die Studie des Umweltbundesamts zeigt, dass Stickoxide in unserer Luft eine sehr ernstzunehmende Bedrohung sind. Stickoxide aus Dieselabgasen können töten, indem sie schwere Erkrankungen an Herz, Kreislauf und Atemwegen sowie Schlaganfälle auslösen.

Besonders beunruhigt, dass Stickoxide nicht nur ein Problem in Innenstädten sind. Auch niedrigere Stickstoff-Konzentrationen wie sie im ländlichen Hessen typisch sind, können eine tödliche Gefahr für Menschen sein.

Die Autoindustrie und die Bundesregierung haben diese Gesundheitsgefahr jahrelang ausgeblendet und sperren sich gegen wirkungsvolle Lösungen wie die Blaue Plakette oder Hardware-Nachrüstungen. Die Konsequenz aus den folgenlosen Diesel-Gipfeln ist nun, dass Gerichte gezwungen sind, Maßnahmen zur Verbesserung unserer Atemluft zu verhängen.

Das Festhalten an der fossilen Ära in den Chefetagen der Autokonzerne gefährdet die Wettbewerbsstärke und Arbeitsplätze der Industrie. Für mehr Glaubwürdigkeit und Kundenzufriedenheit braucht es jetzt Hardware-Nachrüstungen und die Abkehr vom Verbrennungsmotor bis 2030. Verpasst die Autoindustrie diese Trendwende, stehen auch die Arbeitsplätze in den Baunataler VW-Werke auf dem Spiel."