Stickoxide führen zu Erkrankung und Todesfällen

Studie des Umweltbundesamts zu Stickoxiden in der Luft

08 . 03 . 2018

Zur Studie des Umweltbundesamts zu den dramatischen Gesundheitsauswirkungen von Stickoxiden erklärt Bettina Hoffmann, Sprecherin für Umweltpolitik:

„Die Studie des Umweltbundesamts zeigt, dass Stickoxide in unserer Luft eine sehr ernstzunehmende Bedrohung sind. Stickoxide aus Dieselabgasen können töten, indem sie schwere Erkrankungen an Herz, Kreislauf und Atemwegen sowie Schlaganfälle auslösen.
Besonders beunruhigt, dass auch niedrigere Stickstoff-Konzentrationen wie sie im ländlichen Hessen typisch sind, eine tödliche Gefahr für Menschen sein können.
Mit ihrer Blockade gegenüber der Blauen Plakette und Hardware-Nachrüstungen setzt die Bundesregierung grob fahrlässig die Gesundheit von vielen Menschen aufs Spiel. Insbesondere dem Verkehrsministerium sind Milliardengewinne der Autobauer offenbar wichtiger als gesunde Lungen und Herzen.
Auch die Autohersteller sind nun in der Pflicht, für ihre Schummeleien gerade zu stehen. Sie müssen jetzt Hardware-Nachrüstungen übernehmen, um für saubere Autos zu sorgen. Man muss sich um die Zukunft der Autoindustrie echte Sorgen machen, wenn VW-Chef Müller von einer Renaissance des Diesels träumt, während Toyota zeitgleich seinen Ausstieg aus dem Diesel-Verbrenner verkündet. Wenn der Autoindustrie die Klimaziele etwas wert sind, muss sie ab 2030 aus dem Verbrennungsmotor aussteigen. Verpassen die Autobauer diese Trendwende, stehen auch die Arbeitsplätze in den Baunataler VW-Werke auf dem Spiel."


Weitere Hintergründe:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/deutschland-50-000-verlorene-lebensjahre-durch-stickstoffdioxid-a-1197050.html